Materialkunde
Ein kleiner Überblick
| Alpaka: |
Alpaka: Alpaka bezeichnet feine und glänzende Wolle. Herkunft und Verarbeitung: Das Alpaka, eine Lamaart der südamerikanischen Anden, liefert diese Wolle, die in der Verarbeitung oft mit anderen Wollen gemischt wird. Mode: Alpaka ist vielseitig und edel, beispielsweise in Verbindung mit Kamelhaar. Oberbekleidung wird oft aus Alpaka hergestellt, aber auch wärmende Decken oder sogar Teppiche. |
| Angora: |
Angora: Sehr hohe Feinheit, Weichheit und Leichtigkeit zeichnen Angorawolle aus. Herkunft: Die Haare des Angora-Kaninchens werden nach dem Kämmen oder Scheren verarbeitet. Mode: Angora ist ein Stoff für hochwertige, leichte Maschen. Besonders in punkto Gesundheitswäsche (Angoraanteil 50%) oder Heilwäsche (Angoraanteil 70%) profitiert man vom Tragekomfort und Wärmerückhaltevermögen des Materials. |
| Baumwolle: |
Baumwolle: Früher per Hand gepflückt und als Luxus-Importgut gehandelt, ist Baumwolle heute pflegeleichter Allerweltsstoff geworden. Herkunft: Baumwolle ist eine strauchartige, tropische oder subtropische Malvenart, deren Pflanzenfrüchte Fasern enthalten. Reife Samenkapseln platzen auf und lassen watteähnliche Baumwolle frei. Nach dem Trocknen der Kapseln lassen sich die Fasern verspinnen. Mode: Beliebt bei Casual Wear, Sportswear oder Wäsche, da Baumwolle strapazierfähig ist und heiß gewaschen werden kann. |
| Chiffon: |
Chiffon: Chiffon bezeichnet ein hauchzartes, transparentes Seiden- und Chemiefaserngewebe. Herstellung: Chemisch, oft aus gekreppten oder anderen Garnen, die ein feinstrukturiertes Oberflächenbild hervorrufen. Mode: Chiffon wird oft bei der Kreation von Abendroben oder zarten Schals verwendet. |
| Filz: |
Filz: Als Filz bezeichnet man einen nicht gewebten Stoff aus Wolle oder Tierhaaren. Herstellung: Durch die Einwirkung von Wärme, Feuchtigkeit und Bewegung verhaken die einzelnen Schuppen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Walken. Das Gewebe wird dichter und kann zusätzlich verfestigt werden. Trend: Während früher Filz fast nur für die Herstellung von Hüten oder Hausschuhen gebraucht wurde, kann man heute auch Filz-Taschen, -Westen oder weitere Modestücke erstehen. |
| Flanell: |
Flanell: Durch das Rauhen von Geweben wie Baumwolle, Wolle oder Viskose wird eine flauschige, weiche Oberfläche erzeugt - Flanell. Herstellung: Strick- oder Wirkwaren werden so lange angerauht, bis ihre Maschenstruktur nicht mehr sichtbar ist. Mode: Der Klassiker in Flanell ist sicher das weiche Baumwoll-Flanellhemd. Aber auch superfeine Microfasern werden gerauht, oft für Fleecebekleidung im Sport oder in der Freizeit. |
| Fleece: |
Fleece: Fleece ist eine leichte, stark angerauhte Faserpelz-Maschenware aus Chemiefaser (Polyester, Polyesterfaser) mit sehr guten Trage- und Pflegeeigenschaften. Herstellung: Bei der Herstellung werden viele kleine Schlingen eingearbeitet, die anschließend mechanisch geöffnet werden. Dadurch entsteht – wie beim Teppich – ein Flor, der diesem Material die typisch pelzige Optik verleiht. Mode: Fleece wird vor allem in der Sport- und Freizeitmode eingesetzt, wo es besonders auf Funktionalität und Tragekomfort ankommt. Fleece ist leicht, strapazierfähig, Wärme isolierend und Wasser abweisend. |
| Gore-Tex®: |
Gore-Tex®: Gore-Tex® und Sympatex® sind bekannte Vertreter der membranbeschichteten Textilien. Ihre Vorzüge: Sie sind winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv. Herstellung: Eine Membran wird auf die Textilien geklebt, die wie eine dünne Folie Wasserdampf durchlässt und Wassertropfen aussperrt. Mode: Entsprechend ihrer Eigenschaft als Wind- und Regenschutz werden Gore- und Sympatex® für Mäntel, Jacken oder Anoraks verwendet. Auch Segel-Markenbekleidung ist heute durchaus straßentauglich. |
| Kaschmir: |
Kaschmir: Kaschmir bezeichnet eine Landschaft im nordwestlichen Himalaja - und eine sehr edle, weiche, wärmende Wolle. Herkunft: Von der Kaschmir-Ziege stammen die Haare, aus denen oft exklusive Oberbekleidung oder Mäntel hergestellt werden. Auch das Kaschmir-Kamel liefert Haare, die jedoch meist für die Herstellung von Decken verwendet werden. Mode: Wertvolle, überdimensionale Schals aus Kaschmir liegen voll im Trend. |
| Leinen: |
Leinen: Es gibt keinen Stoff, der so edel knittert wie reines Leinen. Herstellung: Leinen ist ein textiles Erzeugnis aus Flachsfasern, einer 6000 Jahre alten Nutzpflanze. Jahrhunderte lang war es Grund-Bekleidungsstoff für breite Bevölkerungsschichten, da Baumwolle unbekannt und Seide lediglich dem Adel vorbehalten war. Mode: Gerade im Sommer ist Mode aus Leinen ein kühlender Evergreen. Oft werden Gemische mit Seide oder Baumwolle verwendet. |
| Reyon: |
Reyon: Von Anfang der 50er Jahre bis Juli 1976 lautete so die gültige Bezeichnung in Westdeutschland für künstlich hergestellte, endlose Fäden bzw. Endlosfasern. Herstellung: Zunächst wurde Reyon aus Zellulose gewonnen. Heute wird es nur noch aus Chemiefasern hergestellt. |
| Samt: |
Samt: Samt bezeichnet ein Gewebe mit einem Flor von nicht mehr als 2-3 mm Höhe und gehört seit jeher zu den elegantesten Stoffen. Herkunft: Unbekannt, aber Samt wurde bereits im 14. Jahrhundert in Italien als Seidensamt hergestellt, heute meist Baumwollsamt. Mode: Der Stoff wird oft für Blazer oder Sakkos, aber auch für Röcke oder Abendroben verwandt. Besonders in dunkel leuchtenden Farbtönen ist Samt ein edler Dauerbrenner. |
| Seide: |
Seide: Vor 3000 Jahren beobachtete Kaiserin Lei Zu eine Seidenspinnerraupe bei der Verpuppung. Ihre Idee, die dünnen Fäden des Kokons abzuwickeln, bildete den Anfang einer blühenden Seidenkultur in China. Herkunft: Seide ist als tierische Faser vom Maulbeerspinner eine natürliche Endlosfaser von bis zu 3000 m Länge. Die verpuppten Zucht-Larven werden abgetötet, und der Faden des Kokons wird zur Weiterverarbeitung aufgewickelt (Haspeln). Mode: Seide ist eine ideale Faser. Sie knittert kaum und hat eine wunderbar glänzende Optik. Nahezu alle Kleidungsstücke - superedel oder sportlich - sehen in Seide wunderbar aus. |
| Sympatex: |
Sympatex: Gore-Tex® und Sympatex® sind bekannte Vertreter der membranbeschichteten Textilien. Ihre Vorzüge: Sie sind winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv. Herstellung: Eine Membran wird auf die Textilien geklebt, die wie eine dünne Folie Wasserdampf durchlässt und Wassertropfen aussperrt. Mode: Entsprechend ihrer Eigenschaft als Wind- und Regenschutz werden Gore- und Sympatex® für Mäntel, Jacken oder Anoraks verwendet. Auch Segel-Markenbekleidung ist heute durchaus straßentauglich. |
| Teflon: |
Teflon: Was man früher nur als Pfannenbeschichtung oder aus der Raumfahrt kannte, hält heute erfolgreich Einzug in die Modewelt. Herstellung: Stoffe werden mit Teflon beschichtet und somit reißfest sowie Wasser und Schmutz abweisend gemacht. Mode: Abgesehen vom sehr modernen Look machen Teflon-Stoffe alle Verrücktheiten ihrer Träger mit. Ideal für Casual oder Sportswear. |
| Velours: |
Velours: Velours bezeichnet ein Gewebe mit samtartiger Oberfläche. Bekannt ist auch das handschuhweiche Veloursleder. Herstellung: Velours wird meistens durch das Abschneiden bzw. Scheren von Fasern an der Warenoberfläche erzeugt. Angewandt wird dieses Verfahren auch bei Nicki, Samt oder Plüsch. Mode: Velours gibt es in zahlreichen Ausprägungen und Erscheinungsbildern. Beispielsweise kann man durch unterschiedliches Abschneiden der Fasern Strukturen an Materialoberflächen erzeugen. |
| Viskose: |
Viskose: Ausgangsbasis für alle Cellulosicsfasern - so auch für die Viskose - ist überwiegend Holz. Herstellung: Das Ausgangsprodukt ist Zellulose, die durch chemische Veränderungen in Fasern überführt wird. Mode: Viskose fällt leichter und glatter als Baumwolle und wird daher oft für fließende Oberbekleidung oder, weil sie recht pflegeleicht ist, für Wäsche genommen. Viskose |







